Zwischenwelten 3. Out of the Dark
Ausstellung, begleitet von 12 Künstlerabenden, Berlin
9. Mai bis 27. Juli 2025
Sponsoren: Ritter Sport, Stiftung Schönholzer Heide, Hundefreundin Sylvi K.
103 Exponate: Auszüge aus der Chromatischen Symphonie, Schwarzen Symphonie und der grauen Reihe
Ausstellungstext
Diese Ausstellung widmeten wir unserer Chromatischen Symphonie. Es war das erste Mal, dass wir Auszüge daraus öffentlich vorgestellt haben. Da das Original Kunstwerk mit seinen 900 Tafeln und 40 Metern Höhe den Raum gesprengt hätte, mussten wir uns damit begnügen, 51 Elemente daraus zu zeigen – ergänzt durch ein Modell des Gemäldes im Maßstab 1:50, um das Gesamtkonzept erfahrbar zu machen.
Axel Neumann ließ die Zwischenwand der letzten beiden ZWISCHENWELTEN Ausstellungen entfernen, um den Raum komplett zu öffnen. Es entstand eine 17 Meter lange Hauptwand. Ein strenges geometrisches Ordnungsprinzip brachte die überbordende Lebendigkeit und Vielfalt der Motive in eine klare, emotional greifbare Struktur.
Wir waren sehr gespannt darauf, wie das Publikum auf den überdimensionalen, unendlich feinen Farbverlauf der „Chromatischen Symphonie“ reagieren würde, und was würde es in den zahllosen weißen Symbolen und Zeichen im Zentrum der 900 Tafeln entdecken? Die unglaublich bunte, lebendige Phantasie unserer Besucher hat uns sprachlos gemacht! Unten finden Sie einen Button, der Sie zu einer Seite führt, auf der die Chromatische Symphonie näher vorgestellt wird – inklusive einiger der beeindruckendsten Besucherkommentare.
Mein ganz persönliches Highlight dieser Ausstellung war der Besuch des gehörlosen Jugendclubs „Sinneswandel“, der eine Dolmetscherin für Gebärdensprache mitbrachte, die meine Ausführungen simultan übersetzte. Der brennend klare Fokus der Kinder ging mir durch Mark und Bein! Wie in einer synchron einstudierten Choreographie wanderten ihre Blicke zwischen den Händen der Dolmetscherin und den Kunstwerken hin und her. Natürlich formten die Kinder ihre Rückfragen ebenfalls mit Gebärden und so füllte sich der Raum mit immer mehr Zeichen und Symbolen. Und da war er wieder: Der verblüffende Praxisbezug von Axel Neumanns Kunst.
Was wir schon lange wussten, wurde uns diesmal besonders schmerzlich bewusst: Der Aufbau einer Ausstellung entspricht dem Erschaffen eines Lebewesens. Es beim Abbau auch wieder loszulassen, fällt wahnsinnig schwer. In diesem Fall war es noch schwerer, weil wir eine ganze Trilogie verabschieden mussten.
Viele Besucher fragten uns nach einem vierten Teil. Die Frage müssen wir noch unbeantwortet lassen, aber wer weiß. Vielleicht dürfen wir den ZWISCHENWELTEN Zyklus am Ende doch noch als Tetralogie abschließen?
Besucherstimmen
„Man möchte am liebsten auch gerne in die Dunkelheit und selber schauen.“
„Heute zum dritten Mal: Und wieder phantastisch. Jede Ausstellung neu, überraschend und berauschend, erquicklich und inspirierend, spannend und versöhnlich. Wundervoll!““
“Eine unglaubliche Freude …. Nach und nach wird der Kopf ausgeschaltet – diese Ratio – und es folgt Empfindung. Danke für dieses Lebenswerk.”
“Normalerweise gehen wir nie in Kunstausstellungen, aber hier waren wir von den ganzen Eindrücken, die auf uns wirkten, selbst überrascht. Wir sind begeistert. Vielen lieben Dank.”
“Atemberaubende Kunst, in der man sich verlieren kann. Ich bin unglaublich begeistert. Vielen Dank für die unvergessliche Zeit.“
“Es gibt Konsumenten und Produzenten. Konsumenten haben stets das Neueste, Produzenten haben das Älteste: Disziplin, Ausdauer und Idealismus. Gute Künstler sind Produzenten. Herzliche Gratulation Axel Neumann!”
“Deine Bilder öffnen Räume, in denen wir uns als Betrachtende selbst wiederfinden können. Was kann man sich mehr wünschen im Leben? Diese Ausstellung war für mich ein echtes Geschenk – an mein Auge, meinen Geist und meine Vorstellungskraft.“

