3 Wochen ohne Licht – Unsere Geschichte
Würden Sie es wagen? Drei Wochen absolute Dunkelheit. Kein Geräusch. Nur Sie – und die Bilder, die nach und nach in Ihnen aufsteigen?
Der Künstler und Schauspieler Axel Neumann hat 1992 genau das durchlebt und erlebte Unerwartetes: Der Reizentzug löste eine Flut innerer Bilder aus, die sich wie Fotografien in sein Bewusstsein einbrannten. Unermüdlich überträgt er diese seitdem in nächtelanger, akribischer Detailarbeit mit dem Füller auf Papier: Inzwischen sind weit über tausend Werke entstanden, riesige, detailreich gearbeitete Farbwelten, eine eigene Symbolsprache.
Diese Website lädt sie ein, in die Welt seiner Bilder einzutauchen. Es ist eine sehr besondere Welt und es kann durchaus sein, dass sie mehr mit ihnen zu tun hat, als Sie in diesem Moment vielleicht ahnen.
Wer zu sich selber finden will, darf nicht andere nach dem Weg fragen.
Paul Watzlawik (1921 – 2007)
Aufbruch in eine neue Zeit
Außergewöhnliche Bewusstseinserfahrungen sind kein Randphänomen. Wer kennt sie nicht, die Träume, die so eindringlich sind, als wären sie real? Oder die Momente der Krise, in denen sich plötzlich die Tür zu etwas viel Größerem öffnet? Nicht selten ist das Leben danach ein anderes.
Genau so erging es auch Axel Neumann nach den 3 Wochen in der Dunkelheit: Es war, als hätten die Bilder in seinem Kopf eine eigene Kraft mitgebracht. Sie ließen ihm keine Ruhe mehr und drängten danach auf Papier gebracht zu werden. Keine beneidenswerte Situation für einen 26-jährigen Theaterschauspieler, der in einem streng getakteten Theateralltag gebunden war und noch keinerlei Berührung mit bildender Kunst hatte! Er musste einen Weg finden, die Bilder in seinem Kopf wieder loszuwerden!
Dafür wählte er den direkten Weg: „Just do it!“ – nicht denken, einfach machen. Doch das Naheliegendste, der Pinsel, war eine Sackgasse. Erst als er zufällig einen Füller in die Finger bekam, begann sich der Nebel zu lichten. Endlich konnte Axel Neumann sich sein zweites Handwerk erarbeiten: Die Füllermalerei.
Verstärkung naht
Hinter jedem großen Werk steht nicht nur ein Künstler, sondern auch jemand, der dem Künstler den Rücken freihält. Bei Axel Neumann gilt das ganz besonders, denn seine Hingabe an die Kunst ist bedingungslos. Täglich verbringt er 14 bis 18 Stunden am Maltisch. Ohne „Backoffice“ für die restlichen Aufgaben des Lebens, ist das nicht zu leisten.
Diese Rolle hat in seinem Leben Patrizia übernommen. Das bin ich, die Frau auf dem Foto rechts. Seit 1999 bin ich Axel Neumanns Wegbegleiterin. Nicht nur privat als Ehefrau. Im Laufe der Jahre bin ich auch zur profunden Kennerin seiner Füllermalerei und zur Kuratorin seines Schaffens geworden.Täglich erlebe ich, wie seine Werke entstehen, und dabei merke ich: Die Geschichte von Axels Kunst berührt uns alle. Seine Bilder sind mehr als nur Abbildungen innerer Landschaften. Sie sind Spuren einer Sprache, die jeder versteht, der jemals in sich hineingehört hat.
Ich freue mich, Sie durch diese Website führen zu dürfen. Herzlich willkommen im virtuellen Atelier Neumann.



